Am Strand von Pesaro wird die Hochsaison vorbereitet. 

Man glaubt es nicht, endlich Sonne. Okay Abendsonne, aber Sonne. Wir haben ein Hotel direkt am Strand in Pesaro gebucht, der Partnerstadt von Wolfsburg. Wir sind etwas enttäuscht, weder im Internet noch an den Straßen finden wir einen Hinweis auf Wolfsburg. (Unten sind weitere Fotos zu finden.)

Im Hotel werden wir in perfektem Deutsch empfangen. Das ermuntert uns, nach Wolfsburg zu fragen. Ja, ja hier in diesem Hotel übernachten regelmäßig die Wolfsburger Triathleten, wird uns berichtet.
Bevor zu viel Heimatgefühl aufkommt, gehen wir mal an den Strand und zumindest unsere Füße erleben den ersten direkten Kontakt mit dem Mittelmeer.

Am Strand werden gefühlte 20 000 bis 30 000 Liegestühle und Sonnenschirme in Reih und Glied aufgebaut. Der Strand gefällt uns gut, aber wohl nicht in der Hauptsaison. Der alte Begriff „Teutonengrill“ fällt uns ein.
Die Altstadt mit tollen Geschäften und Restaurants ist hingegen ganzjährig einen Besuch wert. Wir finden in einer netten Osteria einen Platz und genießen leckere hausgemachte Pasta. Preis inklusive Wein 39,10 Euro. 90 Cent Trinkgeld erscheint mir zu wenig. In hervorragender Urlaubslaune gebe ich also 45 Euro, die ich passend habe und bedeute der Kellnerin mit einer freundlichen Geste, dass ich kein Wechselgeld zurück haben möchte. Und sehe schon auf der Stirn vom Urlaubspaul, dass es Diskussionsbedarf gibt.

Bin ich verschwenderisch oder ist Paul geizig? Diese Frage begleitet uns in jedem Urlaub! Seit 48 Jahren! Die Trinkgeldfrage bietet immer Stoff für Auseinandersetzungen. Diesmal soll das Internet eine endgültige Antwort geben, schließlich haben wir in Italien noch einige Restaurantbesuche vor uns.

Oh, oh – ich werde etwas kleinlaut. Ich habe es total falsch gemacht! Trinkgeld ist in der Gastronomie in Italien eher unüblich. Zumindest dann, wenn ein Coperto auf der Karte angeführt ist, eine Art Grundgebühr für Gedeck und Brot. Wenn man sehr zufrieden ist, kann man noch ein oder zwei Euro auf dem Tisch liegen lassen. „Stimmt so“ ist in meinen Augen zwar praktisch, in Italien aber nicht angesagt! Beim nächsten Restaurantbesuch wird alles anders – oder auch nicht, schließlich hat sich keine einzige Bedienung beschwert und Sitten und Regeln ändern sich ja auch manchmal.

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