Gran Canaria wäre jetzt schön! Bei 22 Grad –manchmal auch 28 Grad – am Las Canteras zu schlendern, mal einen Cappuccino zu trinken, wieder zu schlendern und die schwierigste Frage des Tages zu beantworten: Wo wollen wir essen?

Das ist das richtige November-Programm! Gran Corona ist leider in diesem Jahr dagegen!

Doch nun schenkte uns überraschend ein großer Discounter mit A einen kleinen Sonnenstrahl, der unsere Erinnerungen aktiviert: Naia, ein Verdejo von Rueda. Den tranken wir gern in der Tasca Galileo.

Tasca ist das spanische Wort für Kneipe. In Las Palmas gibt es natürlich viele Tascas. Wobei das Wort Tasca im Namen zu führen scheint in den vergangenen Jahren vor allem bei jungen Gastronomen beliebt geworden zu sein. Bei den meisten handelt es sich nicht etwa um verräucherte Eckkneipen, die uns bei dem Wort Kneipe vielleicht in den Sinn kommen. Oft sind es in Las Palmas Restaurants, deren Speisekarte und auch Einrichtung Tradition und Moderne verbinden sollen.

Die Tasca Galileo (sie heißt so, weil sie in der gleichnamigen Straße liegt) ein gutes Beispiel dafür. Und guten Wein gibt es dort! So einfach ist ein Tisch aber nicht zu bekommen: Bei Tripadvisor rangiert sie immerhin als Nr. 140 von 3336 Restaurants auf Gran Canaria. Wenn um 20.00 Uhr die großen Holzläden geöffnet werden, stehen oft schon viele, vor allem jüngere Spanier davor. Zum Glück wollen sie in den sehr urigen Teil der Tasca mit alten Weinfässern als Stehtische. Wir älteren Touris gehen freiwillig in den auch gemütlichen, aber viel helleren und leiseren Teil nebenan und genießen dort die köstlichen Tapas. Unsere Favoriten: Lachstatar, gebratener Käse mit Melonen-Marmelade und das Tenderloin, so zart und rosa (ich will sofort dahin!).

Zudem liegt die Tasca in „unserem Viertel“, also in der Gegend, in der wir am liebsten eine Ferienwohnung mieten. Oh, jetzt bekommen wir ein ganz schlechtes Gewissen gegenüber La Lonja (sehr guter Fisch), El Novillo Precoz (das wohl urigste und beste Steakhaus der Stadt), das Bululu (hier treffen sich Asien und Europa auf sehr fantasievolle Art), Amigo Camillo (einfacher Fischbude mit dem frischesten Fisch der Insel und dementsprechend langen Warteschlangen), Taberna Chica (mit Plätzen direkt am Meer), Mondo Iberico (mit dem besten Schinken Spaniens) und und und…

Im Umkreis von wenigen hundert Metern gibt es so viele tolle Restaurants. Seltsamerweise einigen wir uns in Las Palmas immer relativ schnell auf ein Restaurant – wir führen eben doch eine harmonische Ehe.

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